Sport trifft Politik

Traditionell im November  treffen sich Vertreter aus Sport und Politik, um ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr lud der Kreis zum 23.11.2017 nach Breitenfelde in Gothmann’s Hotel ein. Vertreter aus dem Kreissportverband, den Fachverbänden und den Vereinen als auch aus der Politik waren der Einladung gefolgt.

Der Landrat, Dr. Christoph Mager, freute sich in seiner Begrüßungsansprache Professor Dr. Martin Nolte von der Sportuniversität Köln, als Gastredner gewonnen zu haben.  Zumal dieser, mit der Region Herzogtum Lauenburg eng verbunden sei.

Zunächst richtete Hinnerk Bruhn, Vorsitzender des  Breitenfelder SV, seine Worte an die Gäste. Als Verein vor Ort stellte er diesen kurz vor und berichtete dann von den anstehenden Projekten, wie den Bau eines neuen Sportplatzes und die damit verbundenen Aufgaben. Finanziell sei dies eine große Herausforderung, er hofft in diesem Zusammenhang auf die Unterstützung durch Fördergelder aus der Politik und machte deutlich, wie wichtig der Sport für die Infrastruktur und das Leben eines jeden Ortes sei.  

Im Anschluss begann Professer Dr. Nolte sein Referat über Sport und Recht. Er stellte in seiner Präsentation sehr anschaulich dar, wie eng das Gesetz mit dem Sport verknüpft ist und der Sport somit keine rechtfreie Zone sei. Auch wenn in jeder Sportart eigene Regeln aufgestellt werden, so greift der Gesetzgeber ein, wenn es zu Verstößen nach dem Strafrecht kommt.

Finanziell würde es dem Sport besser gehen, wenn die Gelder von Wetteinnahmen alle dem Sport zufließen würden, denn „beim Sport, der eigentlich für diese Einnahmen sorgt, bleibt kein einziger Euro hängen.“ Die meisten Wettanbieter sind privat, die eigentlich keine Zulassung haben. Diese machen jedes Jahr etwa fünf Milliarden Euro Umsatz. Profitieren tun damit lediglich die Länder, denn dort fließen Steuereinnahmen von etwa 350 Millionen Euro hin.

 

Abschließend bedankte sich auch Carsten Engelbrecht, der 1. Vorsitzende des Kreissportverbandes, bei den Anwesenden für Ihr Kommen. Er bedauerte es jedoch sehr, dass nur wenige Vertreter aus Sport und Politik den Weg nach Breitenfelde gefunden haben, woraus sich die Frage ergibt, warum dies so ist?

 Daher hier auch ein Aufruf an alle Vereine, uns mit zu teilen was der Kreissportverband tun kann um mehr Menschen an einen Tisch zu bekommen. Der Austausch mit der Politik ist wichtig, denn von dort kommen Fördergelder u.a. für die Bezuschussung von Übungsleitern. Dieses Geld ist für alle Vereine mit lizensierten Übungsleitern eine sinnvolle finanzielle Unterstützung und dies muss auch den Politikern deutlich gemacht werden, funktioniert aber nur, wenn möglichst viele Vertreter aus Vereinen erscheinen. 

Carsten Engelbrecht hofft, dass sich dieses Funktionärstreffen weiter festigen wird und zukünftig  besser angenommen wird.